Ab 2021 liegt der Fokus des Wirtschaftsbundes auf der Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Pandemie und Energiekrise. Durch hartnäckige Verhandlungen werden entlastende Maßnahmen wie der Energiekostenzuschuss und der Reparaturbonus für die Betriebe durchgesetzt. Ein historischer Erfolg gelingt im Jahr 2023: Mit der vollständigen Abschaffung der „Kalten Progression“ wird eine jahrzehntelange Forderung des Wirtschaftsbundes realisiert, was Unternehmer und Mitarbeiter dauerhaft steuerlich entlastet. Ebenfalls im Jahr 2023 wird Wolfgang Ecker bei der Landesgruppenhauptversammlung als Landesgruppenobmann bestätigt. Mit Initiativen wie der Kampagne „Mission Hausverstand“ setzt der WBNÖ weiterhin starke Impulse für den Standort Niederösterreich und gegen überbordende Bürokratie. Das Jahr 2025 markiert einen besonderen Meilenstein: Der Wirtschaftsbund feiert sein 80-jähriges Bestehen. Bei der Wirtschaftskammerwahl im März 2025 behauptet der Wirtschaftsbund NÖ mit Spitzenkandidat Wolfgang Ecker seine klare Führungsposition.
Der Wirtschaftsbund setzt sich mit der Aktion „Erneuern statt Besteuern“ für weniger Bürokratie bei den heimischen Unternehmen ein. Der Mittelstandskongress im Jahr 2012 stärkt vor allem die österreichischen KMUs. 2016 erreicht der Wirtschaftsbund die Lohnnebenkostensenkung beim Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeitrag. 2017 wird Harald Mahrer Wirtschaftsbundpräsident. Im Jahr darauf setzt der WB seine Forderung nach flexiblen Arbeitszeiten durch. Das Wirtschaftspaket „Offensive für den Wirtschaftsstandort“ entlastet viele heimische Betriebe. Im Jahr 2018 wurde der Unternehmer und Steinmetz Wolfgang Ecker zum neuen Landesgruppen-Obmann des NÖ Wirtschaftsbundes gewählt. 2020 gewinnt der Wirtschaftsbund klar die Wirtschaftskammerwahlen mit 69,6% Stimmenanteil bundesweit und stellt wieder alle neun Landespräsidenten. In Niederösterreich konnte der NÖ Wirtschaftsbund bei der WK Wahl 2020 ein Ergebnis von 77,59 % der Mandate erreichen. Im Mai 2020 wurde Wolfgang Ecker zum neuen Präsidenten der Wirtschaftskammer Niederösterreich gewählt. Als Direktor des Wirtschaftsbundes Niederösterreich ist seit dem Jahr 2012 Harald Servus aktiv.
2000 wird Christoph Leitl Präsident der Wirtschaftskammer Österreich. Im selben Jahr tritt die Wirtschaftsbund Funktionärin Sonja Zwazl ihr Amt als Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich und Wirtschaftsbund Landesgruppenobfrau an. Der Wirtschaftsbund organisiert den Wirtschaftskongress, bei dem die Einführung des Euro und die EU-Ost-Erweiterung thematisiert werden. Mit der Abschaffung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer hat der Wirtschaftsbund eine langjährige Forderung umgesetzt. Die Körperschaftssteuer für GmbHs wird um 9% gesenkt, eingeführt wird auch die Zukunftsvorsorge für Selbstständige. 2007 wird Wolfgang Schüssel, nach langjähriger Funktion als Generalsekretär beim Wirtschaftsbund, Bundeskanzler von Österreich.
1986 eröffnet der Wirtschaftsbund sein Büro in der Mozartgasse, wo noch heute die Bundesleitung ihren Sitz hat. Eine umfassende Steuerreform bringt eine Senkung der Einkommenssteuer und eine Erhöhung der Gewerbesteuer-Freibeträge. 1990 wird die Julius-Raab-Stiftung, ein bildungs- und forschungspolitischer Think-Tank, gegründet. Um Unternehmerinnen zu stärken wird „Frau in der Wirtschaft“ gegründet. Das vom Wirtschaftsbund initiierte Lehrlingspaket tritt in Kraft, mit dem Ausbildungsbetriebe entlastet werden. Von 1990 bis 2000 ist der Niederösterreicher Leopold Maderthaner Präsident der Wirtschaftskammer Österreich. 1999 wird Christoph Leitl als Nachfolger von Leopold Maderthaner zum Präsidenten des Österreichischen Wirtschaftsbundes ernannt. Zwischen 1985 und 2000 üben Vinzenz Höfinger aus St. Pölten und Peter Reinbacher aus Lilienfeld die Funktion des Landesgruppenobmanns für den Wirtschaftsbund Niederösterreich aus. Das Büro des WBNÖ wird Ende der 1990er Jahre von Wien nach St. Pölten verlegt.
1964 stirbt Julius Raab, Gründungsvater des Wirtschaftsbundes. Der niederösterreichische Steinmetz aus Lassee Rudolf Sallinger übernimmt seine Funktion als Wirtschaftskammerpräsident in Österreich und wird 1966 Präsident des österreichischen Wirtschaftsbundes. 1970 wird der Management Club gegründet. Im Laufe der Zeit wird der Management Club zum größten Netzwerk für Manager in Österreich. Der Wirtschaftsbund startet sein Mittelstandsprogramm, um die österreichischen KMUs in den Fokus des wirtschaftspolitischen Handelns zu setzen.
Am 8. Mai 1945 wird der Wirtschaftsbund als “freie Vereinigung der selbstständig Erwerbstätigen und führenden Wirtschaftskräfte im Rahmen der ÖVP” gegründet. Ein Jahr später konstituiert sich die Bundeswirtschaftskammer und erste Wahlen finden statt. Auf Initiative von Wirtschaftskammer-Präsident Julius Raab wird das erste von fünf Lohn-Preis-Abkommen der vier Sozialpartner abgeschlossen. Anpassungen zwischen Löhnen und Preisen werden von da an in Österreich am Verhandlungstisch gelöst und nicht auf der Straße ausgetragen. 1954 wird auf Initiative des Wirtschaftsbundes der Familienlastenausgleich und die Selbständigenpension beschlossen. 1960 erreicht Österreich Vollbeschäftigung.
