Das heute im Parlament präsentierte Doppelbudget 2027/2028 setzt aus Sicht des Wirtschaftsbundes Niederösterreich ein wichtiges wirtschaftspolitisches Signal. Im Mittelpunkt steht dabei die geplante Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt. Damit wird eine langjährige Forderung des Wirtschaftsbundes aufgegriffen und ein zentraler Schritt zur Entlastung des Faktors Arbeit gesetzt.
Die geplante Senkung um einen Prozentpunkt entspricht einem Volumen von rund zwei Milliarden Euro und ist damit eine der zentralen Offensivmaßnahmen des Doppelbudgets. Pro Prozentpunkt Lohnnebenkostensenkung können bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen, gleichzeitig werden hunderttausende bestehende Arbeitsplätze abgesichert.

Copyright: WBNÖ/Monihart
„Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein klares Bekenntnis an unseren Standort und ein wichtiges Signal an unsere Betriebe. Dass diese Maßnahme gerade in Zeiten notwendiger Konsolidierung gelingt, zeigt, dass sich die Beharrlichkeit des Wirtschaftsbundes auszahlt. Die Staatsfinanzen müssen in Ordnung gebracht werden, das steht außer Frage. Aber eine starke Wirtschaft ist die Grundlage dafür, dass unser Staat handlungsfähig bleibt. Deshalb braucht es neben dem Sparen auch klare Offensivmaßnahmen für Betriebe, Beschäftigung und Wachstum. Wenn Arbeit günstiger wird, entsteht mehr Spielraum für Investitionen und neue Beschäftigung. Das ist gut für die Betriebe, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und den gesamten Standort“, betont WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker.
Abgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus hebt die Bedeutung des Doppelbudgets für Planbarkeit, Konsolidierung und Vertrauen in den Standort hervor: „Es ist gut, dass es wieder ein Doppelbudget gibt. Unsere Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen über das nächste Jahr hinaus. Wer investieren, Personal aufnehmen oder einen Betrieb weiterentwickeln soll, muss wissen, woran er ist. Gleichzeitig wird der Konsolidierungspfad konsequent weitergeführt, um Österreich aus dem EU-Defizitverfahren zu führen. Solide Staatsfinanzen stärken die wirtschaftliche Stabilität, die internationale Wahrnehmung unseres Standorts und können dazu beitragen, verlorenes Vertrauen bei den Ratings schrittweise zurückzugewinnen.“
Neben der Lohnnebenkostensenkung setzt das Doppelbudget weitere wichtige Impulse für Standort, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Mit der Aktivpension wird Leistung im Alter stärker belohnt und vorhandenes Arbeitskräftepotenzial besser genutzt. Investitionen in Verteidigung und Sicherheit bringen zusätzliche Aufträge in die Wirtschaft und sichern Beschäftigung. Auch der Ausbau der Kinderbetreuung ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.
Für den Wirtschaftsbund Niederösterreich ist daher klar: Auch in Zeiten notwendiger Konsolidierung braucht die Wirtschaft Offensivmaßnahmen. Das Doppelbudget verlangt sicher von allen Gruppen etwas ab und enthält auch einige Wermutstropfen, die wir allein nicht so getroffen hätten, setzt mit der Lohnnebenkostensenkung aber den richtigen Schwerpunkt. Denn eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für sichere Arbeitsplätze, stabile Staatsfinanzen und nachhaltigen Wohlstand.
Bildtext v.l.n.r.: Abgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus und WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker sehen im Doppelbudget wichtige Impulse für Standort, Betriebe und Beschäftigung.
