Steuern und Abgaben senken
Österreich ist ein Hochsteuerland. In nur wenigen anderen Ländern müssen Bürger und Betriebe so viel an Steuern und Abgaben abliefern. Geld, das die Unternehmen in Investitionen, Innovationen und in die Ausbildung von Fachkräften fließen lassen könnten.
Wettbewerbsfähigkeit durch ein modernes Steuer und Abgabensystem sichern
Ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort braucht ein leistungsfreundliches, verständliches und international konkurrenzfähiges Steuer und Abgabensystem. Österreich liegt bei der Steuer und Abgabenquote seit Jahren im europäischen Spitzenfeld. Für viele Betriebe bedeutet das: weniger Spielraum für Investitionen, geringere Eigenkapitalbildung und eine zunehmende Belastung der unternehmerischen Planungssicherheit.
Leistung belohnen und unternehmerischen Spielraum erweitern
Der Wirtschaftsbund Niederösterreich setzt sich daher konsequent für eine spürbare steuerliche Entlastung von Unternehmen und arbeitenden Menschen ein. Ziel ist ein System, das Leistung belohnt, Investitionen erleichtert und Wachstum ermöglicht, statt Kapital und Innovationskraft zu bremsen.
Steuervereinfachung schafft Transparenz und Planungssicherheit
Ein zentrales Anliegen ist die weitere Vereinfachung des Steuersystems. Ein übersichtlicheres Steuerrecht reduziert nicht nur Verwaltungsaufwand und Fehleranfälligkeit, sondern schafft auch mehr Transparenz und Planbarkeit für Betriebe. Die Entlastung mittlerer Einkommen stärkt zugleich die Kaufkraft und belebt die Binnenkonjunktur. Erste Reformschritte wurden gesetzt, dennoch braucht es weitere strukturelle Vereinfachungen, um das System dauerhaft effizient und praxisnah zu gestalten.
KÖSt und KESt international wettbewerbsfähig gestalten
Darüber hinaus setzt sich der Wirtschaftsbund für eine weitere Senkung der Körperschaftsteuer sowie der Kapitalertragssteuer ein. Die bereits erfolgten Anpassungen waren wichtige Signale für den Standort, reichen jedoch nicht aus, um Österreich langfristig im internationalen Wettbewerb attraktiv zu positionieren. Gerade investitionsintensive Betriebe benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, um Modernisierung, Digitalisierung und nachhaltige Transformation finanzieren zu können.
Investitionen gezielt fördern und Zukunftsprojekte ermöglichen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Investitionen durch gezielte steuerliche Anreize. Der Investitionsfreibetrag ist ein wirksames Instrument, um betriebliche Zukunftsinvestitionen zu fördern. Um seine Wirkung weiter zu entfalten, braucht es eine Anhebung der Deckelung sowie eine Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsbereiche, etwa bei energetischen Gebäudesanierungen und nachhaltigen Infrastrukturmaßnahmen. Damit können ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Entwicklung sinnvoll miteinander verbunden werden.
Lohnnebenkosten senken und Beschäftigung stärken
Eng damit verbunden ist die schrittweise Senkung der Lohnnebenkosten. Hohe Lohnzusatzkosten belasten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und wirken beschäftigungshemmend. Eine kontinuierliche Reduktion schafft Spielräume für neue Arbeitsplätze, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und sorgt gleichzeitig dafür, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto erhalten. Auch hier wurden bereits Schritte gesetzt, entscheidend ist jedoch, diesen Weg konsequent fortzuführen und nicht durch neue Belastungen zu konterkarieren.
Bagatellsteuern abbauen und administrative Lasten reduzieren
Zusätzlich spricht sich der Wirtschaftsbund für die Abschaffung von Bagatellsteuern und unnötigen Abgaben aus, die hohe administrative Kosten verursachen, aber kaum fiskalischen Nutzen bringen. Entlastung entsteht nicht nur durch große Reformen, sondern auch durch viele kleine Vereinfachungen im Alltag der Betriebe.
