Mehr Fachkräfte sichern
Der Facharbeitermangel hat sich für über 80 Prozent der niederösterreichischen Unternehmen bereits zu einem spürbaren Problem entwickelt. Immer öfter müssen Aufträge abgelehnt werden, weil den Betrieben die Mitarbeiter mit den erforderlichen Qualifikationen fehlen.
Fachkräfte als Grundlage wirtschaftlicher Stabilität
Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zählt zu den größten Herausforderungen für die niederösterreichische Wirtschaft. Viele Betriebe können offene Stellen nicht besetzen, Aufträge verzögern sich oder müssen abgelehnt werden. Das gefährdet Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und regionale Wertschöpfung. Der Wirtschaftsbund Niederösterreich setzt sich daher für umfassende Maßnahmen ein, um das Arbeitskräftepotenzial nachhaltig zu sichern.
Arbeitskräftepotenzial optimal nutzen
Ein funktionierender Arbeitsmarkt beginnt bei der bestmöglichen Nutzung vorhandener Ressourcen. Ziel ist es, Menschen schneller und dauerhaft in Beschäftigung zu bringen. Arbeitsmarktinstrumente müssen stärker auf Qualifikation, Vermittlung und Wiedereinstieg ausgerichtet werden. Reformen wurden angestoßen, doch es braucht weitere Maßnahmen, um Erwerbsarbeit attraktiver zu gestalten und Hemmnisse abzubauen.
Qualifizierten Fachkräftezuzug erleichtern
Internationale Fachkräfte sind ein wichtiger Bestandteil eines modernen Arbeitsmarktes. Verfahren zur Anerkennung von Qualifikationen und zur Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen müssen effizient, transparent und praxisnah gestaltet sein. Erste Vereinfachungen zeigen Wirkung, dennoch ist eine weitere Beschleunigung notwendig, um Betrieben Planungssicherheit zu geben.
Vollzeitarbeit attraktiver machen
Die zunehmende Verlagerung in Teilzeitmodelle belastet die Produktivität und die Finanzierung sozialer Systeme. Ziel ist es, Vollzeitarbeit wieder attraktiver zu machen, ohne individuelle Lebensmodelle einzuschränken. Steuerliche und arbeitsmarktpolitische Anreize sollen dazu beitragen, dass sich höhere Arbeitszeit auch finanziell lohnt.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken
Ein leistungsfähiger Arbeitsmarkt braucht verlässliche Betreuungsangebote. Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützt Eltern dabei, beruflich aktiv zu bleiben oder rascher in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Verbesserungen wurden eingeleitet, dennoch besteht regional weiterhin Ausbaupotenzial.
Arbeitsanreize durch ausgewogene Sozialmodelle sichern
Soziale Absicherung ist wichtig, darf jedoch Erwerbsarbeit nicht unattraktiv machen. Modelle, die einen schnellen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt fördern, helfen sowohl den Betroffenen als auch der Wirtschaft. Ziel ist ein System, das soziale Sicherheit bietet und gleichzeitig klare Anreize für Beschäftigung setzt.
Erfahrung älterer Arbeitnehmer besser nutzen
Erfahrene Fachkräfte sind für Betriebe ein wertvoller Wissens- und Stabilitätsfaktor. Flexible Möglichkeiten, auch über das reguläre Pensionsalter hinaus tätig zu bleiben, stärken den Arbeitsmarkt. Steuerliche Anreize und vereinfachte Rahmenbedingungen können dazu beitragen, dieses Potenzial besser zu nutzen.
Lehre und berufliche Weiterbildung gezielt stärken
Die duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell, das kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Die Förderung von Lehrberufen, insbesondere in technischen und zukunftsorientierten Bereichen, sichert langfristig die Fachkräftebasis. Gleichzeitig gewinnt lebenslanges Lernen an Bedeutung. Betriebliche Weiterbildung soll stärker unterstützt und organisatorisch erleichtert werden.
